Andreas Chudowski Fotografie / Blog

Liebe Kollegen…

31. Juli 2010

Ich zitiere die fleißigen Schreiber von Freelens:

In Zukunft können mehr Fotografen ihr Arbeitszimmer von der Steuer absetzen. Wie das Bundesverfassungsgericht in einem heute veröffentlichten Beschluß entschied, können Freiberufler, die nur einen Teil ihrer Arbeit zu Hause erledigen, die Kosten dafür wieder steuerlich geltend machen. Damit kippte Karlsruhe ein Gesetz aus dem Jahr 2007, das Fotojournalisten, die ein Arbeitszimmer in ihrer Wohnung nutzen, um den Steuervorteil gebracht hatte. [...]

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Toulouse (unterwegs °2)

27. Juli 2010

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Song der Woche (3)

24. Juli 2010

Philipp Poisel – “Schwarz zu Blau” im Peter Fox Cover

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.
via Tobias, der gestern auch endlich seine neue Website rausgehauen hat.
Der Song wird von Philipp netterweise gratis zum Download angeboten.

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Luzern

22. Juli 2010

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Marc Faber

13. Juli 2010

Das Spannende daran, gelegentlich auch für Wirtschaftsmagazine zu arbeiten, ist, dass man Einblicke in immer wieder neue Welten erhält – Firmen, Fabriken und Chefetagen, die man als Normalsterblicher niemals zu Gesicht bekommen würde. Als ich selbst noch fest assistierte, nannte mein damaliger Chef diese Einblicke immer “die ganz eigene Sendung mit der Maus” und ich benutze diesen Ausdruck auch heute noch, weil er einfach auf den Punkt bringt, was das Faszinierende daran ist. Die Shootings selbst hingegen sind oft nicht das Spannendste, da man meist schon im Vorhinein arg eingeschränkt wird. Sei es durch die Redaktion, die den CEO einer Firma unbedingt mit dessen Produkt abgebildet sehen möchte (was manchmal auch Sinn macht, je nach Magazin, für das man arbeitet) bzw. genaue Bildvorstellungen hat oder eben auch oft durch Eitelkeiten der Pressezuständigen in den jeweiligen Firmen. Oft sind dann am Ende die CEOs die Entspanntesten in der ganzen Kette der Verantwortlichen und ein ums andere mal fuhren meine Assistenten und ich verwirrt vom Firmenparkplatz und fragten uns, wieso im Vorhinein ein solcher Wirbel um Bildinhalte und Empfindlichkeiten des Portraitierten gemacht wurde, wo doch gerade dieser am Ende am lockersten war und – salopp gesagt – jeden Scheiss mitmachte, was oft zu den besten Ergebnissen führt.

So auch dieses mal: Marc Faber, laut Wikipedia “Börsenexperte, Fondsmanager und Buchautor”, war aus Hongkong zu Besuch in Deutschland und im Vorhinein war ehrfürchtig von “2 bis 3 Minuten Shooting” die Rede. Die Erfahrung sagt mir auch da: aus 2 bis 3 Minuten wird oft 10 mal auf den Auslöser drücken und das wars. Oder auch das krasse Gegenteil, wie schon an anderer Stelle hier im Blog beschrieben. Also machten meine Assistentin und ich uns lieber mehr als rechtzeitig auf den Weg zum Hotel. Für dieses war uns bereits ein absolutes Fotoverbot angekündigt worden und zugleich sah man sich dort auch völlig außerstande, uns einen Konferenzraum o.ä. für unser Shooting zur Verfügung zu stellen. Weder die Redaktion noch ich wussten genau, wie wir unter all diesen örtlichen und zeitlichen Bedingungen auch nur irgendwo ein ordentliches Foto hinbekommen sollten, als hieß es nur: frühstmöglich und mit genügend verschiedenen Plänen im Kopf zum Hotel und wie immer ein wenig Charme und Einfallsreichstum walten lassen, um doch zu einem ordentlichen Ergebnis zu kommen.

Wir staunten nicht schlecht, als wir uns am Empfang vorstellten: Herr Faber schien die asiatische Gastfreundschaft nach all den Jahren ins Blut übergegangen zu sein – hatte er doch extra für uns den Schlüssel zu seinem Zimmer hinterlegt und uns ausrichten lassen, wir können schon vorher rein, unser Equipment aufbauen etc… Das ging irgendwie zu einfach und auch für mich war es ein absolutes Novum, von jemandem völlig unbehelligt schon lange vorher in seine privaten Räume gelassen zu werden. Im megahippen Berliner Hotelzimmer dann die Ernüchterung: fototaugliche Einrichtung sieht anders aus, zumindest für unseren Zweck. Also Plan B: wir bereiteten eine Einstellung im Zimmer vor, die locker seinen Zweck für das Magazin erfüllen, mich persönlich jedoch nicht hundertprozentig glücklich machen würde. (Diesen Anspruch, bei jedem Shooting etwas für meine Mappe zu schießen, habe ich “leider” immer.) Aber uns blieb noch Zeit, wir hatten eine erste, sichere Bildoption im Zimmer, also suchte ich mir den Schuss, den ich haben wollte. Ich fand ihn am Ende eines langen Flures in Form einer Holztafel und genügend Ruhe vor dem so unbeugsamen Hotelmanagement mit seinem Fotoverbot. Entgegen eben all dieser Verbote im Hotel bauten wir ratzfatz das Licht auf, freundeten und vorsichtshalber mit dem Reinigungspersonal an (damit dieses uns nicht bei den Hotelmanagern verpetzen würde) und warteten auf Marc Faber. Würden wir zu diesem Moment entdeckt und vom Flur geschmissen, hätten wir noch immer Plan B, den sicheren Schuss, im Zimmer. Kurze Zeit später tauchte Herr Faber gut gelaunt auf, zog sich kurz um und machte in dieser kleinen, dunklen Ecke im Flur zehn Minuten lang alles mit, was ich von ihm wollte (und noch viel mehr). Wir schossen sowohl mein Wunschmotiv als auch “Plan B” im Zimmer und wieder einmal bewahrheitete sich die Erfahrung, dass mit genug Vorbereitung, Spontanität, Einfallsreichtum und dem Quäntchen Glück jeder Job zu meistern ist. Als kleines Bonbon auf dieses Hoch wurde ich dann zehn Minuten später doch vom Hotelpersonal noch rausgeschmissen, als ich wagte, während des anschließenden Interview-Termins auf der Hotelterrasse ein paar Fotos zu machen. Das war dann doch zu viel des Guten. Irgendwas ist ja immer… ;)

 

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Song der Woche (2)

1. Juli 2010

So viel ist passiert, so viel gäbe es zu zeigen – nur leider ist alles noch durch die Kunden und Magazine gesperrt und ich muss mich zusammenreissen, hier nicht verfrüht Einblicke in die letzten Shootings zu geben.

Darum kommen wir erst einmal zu Runde zwei von “Song der Woche“: Niemand geringeres als Skream veröffentlicht Ende Juli sein von mir heiß ersehntes zweites Album “Outside The Box” auf Tempa, und seit geraumer Zeit geistert daraus schon folgender Song durch das Internet. Also, Subwoofer an, Boxen aufdrehen, los gehts!

Skream – Listening To The Records On My Wall

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Song der Woche (1)

7. Juni 2010

Feierlich eröffnet wird mit diesem Eintrag ein neues Projekt in meinem Blog – der Song der Woche. Da draußen schwirrt so viel gute Musik herum und jeder, der mich auch nur einen Hauch weit kennt, weiss, dass meine zweite, große Leidenschaft neben der Fotografie eindeutig und weit abgeschlagen vor allen anderen Dingen auf der Welt die Musik ist. Warum euch das hier also länger vorenthalten? Los gehts mit “The 2 Bears” – “When Am I Going To Make a Living” von der Follow The Bears EP.

[Update: Wer das hier in seinem RSS-Reader, z.B. Google Reader o.ä., liest, sieht scheinbar den Musikplayer nicht. Die Lösung: diesen Eintrag direkt im Browser öffnen und die gute Musik genießen.]

When Am I Going To Make A Living by Southern Fried Records

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Michael Rother Shooting für “De:Bug”

4. Juni 2010

Wie bereits erwähnt darf ich in der aktuellen Ausgabe der “De:Bug” mit 3 Shootings rumprotzen. Über zwei habe ich bereits geschrieben. Für das Dritte fuhren die Redakteure Ji-Hun und Timo sowie meine Wenigkeit ein paar Stunden lang Richtung Weserbergland, um am Ende einer lustigen Reise auf einer Art Bauernhof irgendwo in der Pampa zu landen. Der Musiker Michael Rother schlägt dort im Sommer immer seine Zelte auf und tankt Energie für den Hamburger Winter. Er zeigte uns für ein paar Stunden sein Studio und gab Einblick in sein Leben mit “Neu!” und anderen wegweisenden Bands.

Wie ich bereits berfürchtet hatte, war das irgendwie über die Jahrzehnte zugerümpelte Musikstudio zwar ein Traum für Ji-Hun, der aus der puren Freude über uralte Geräte (“Fairlight CMI!”) nicht mehr herauskam. Für mich als Liebhaber von Klarheit auf meinen Fotos und einigermaßen konkreten Bildaussagen stellte es jedoch nicht gerade die perfekte Shootingumgebung dar. Also entschloss ich mich, Michael für einige Zeit hinter das Bauernhaus zu entführen, hinaus in die Natur, an den Fluss, der malerisch direkt am Haus entlang floß. Die Kollegen blieben wie extra besprochen für diese Zeit außer Sichtweite und ich versuchte, mich ganz auf seine Person zu konzentrieren und den Musiker einfach mal Musiker und woanders sein zu lassen. Weg vom Image, das, wenn auch unbewusst, immer gepflegt wird, wenn die Schreiber dabei sind.  Heraus kamen ein paar Bilder, wie ich sie schon lange nicht mehr gemacht habe, da ich mir im letzten Jahr angewöhnt habe, mehr Licht zu setzen und noch mehr mit Plan und festen Bildideen an Shootings heranzugehen. Hier war nun alles wieder anders und ich fühlte mich an alte Zeiten erinnert – das irgendwie ungute Gefühl, dabei keine guten Bilder gemacht zu haben, hielt die 5 Stunden Rückfahrt nach Berlin an. Kaum zurück im Office, spät abends, dann die Erleichterung: die Bilder waren vollkommen anders als meine letzten Arbeiten, aber sie hatten scheinbar genau den nicht ganz einfachen, fast oldschooligen Musiker und Menschen eingefangen, den wir vor Ort erlebt haben. Begeisterung in der Redaktion, Erleichterung und Stolz bei mir. Gerne wieder.

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Jonson Brothers Shooting für “De:Bug”

1. Juni 2010

Nachdem ich gestern schon vom Shooting mit Morton Subotnick geschrieben habe, folgt hier nun der versprochene Bericht zum Shooting mit Mathew Jonson und seinem Bruder Nathan.  Mathew dürfte jedem Clubgänger ein Begriff sein. Der Kanadier produziert fleißig, fleißiger, am fleißigsten und spielt rund um den Globus: Tokio, Brüssel, Ibiza, Burning Man Festival – da wird nix ausgelassen. Nathan hingegen ist nicht ganz so bekannt wie sein Bruder jedoch kein bissl weniger talentiert. Nun haben die Jungs erstmals zusammen an einem Projekt gearbeitet und es “Midnight Operator” genannt – Grund genug für ein Portrait!

Eingeplant waren für dieses Shooting die obligatorischen 30 Minuten von denen man nie weiß, was aus ihnen wird – mal sind es fünf Minuten ala “Ich hab leider doch nicht so viel Zeit”, mal wird es stundenlanges Rumgedallere, bei dem keiner aufhören will. Am Ende kam Nathan pünktlich während sein Bruder Mathew krampfhaft versuchte, sich mit dem Taxi zur Location, einem Berliner Zirkus, durchzuschlagen und viel zu spät aber trotzdem gut gelaunt ankam. Anstatt dann auf die fünf Minuten zu beharren, weil das alles eh schon alles viel zu viel Zeit gefressen hat, entwickelte sich ein wunderbar entspanntes Shooting, bei dem mir mal wieder klar wurde, dass die Chemie zwischen Geschwistern etwas ganz besonderes ist, das es woanders nicht gibt. Ab einem gewissen Punkt, nachdem ich den Jungs erklärt hatte, was das Ziel unseres Shootings und der einzelnen Motive ist, war ich raus, fast stiller Beobachter. Ich liebe es, wenn das passiert und man weder korrigieren noch die Szenen großartig inszenieren muss, weil die Personen einfach sie selbst sind.

Hier ein paar Making Of-Bilder:

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De:Bug Cover-Shooting

29. April 2010

Für die De:Bug fotografiere ich schon seit einer ganzen Weile und jedes mal besonders gerne, da ich sie auch selbst mit Begeisterung lese und kaum eine Ausgabe vergeht, die ich nicht verschlinge. Darum freute ich mich umso mehr, als der letzte Monat bei mir ganz im Zeichen des “Magazins für elektronische Lebensaspekte” stand und ich satte 3 Portraits für die neue Ausgabe schießen durfte. Los ging’s mit Morton Subotnick. Der gute Mann ist ein Urgestein der elektronischen Musik – wenn nicht gar Mitbegründer – und mein Foto von ihm schaffte es am Ende auf den Titel der aktuellen Ausgabe. I like!

Das Shooting fand am bis dahin wohl stressigsten Arbeitstag meines Jahres statt und so war ich umso glücklicher, dass Morton unglaublich sympathisch und entspannt war, als ich ihn in der Villa am Wannsee traf, in der er auf Einladung der American Academy schon seit einigen Tagen verweilte, Vorträge gab und an neuer Musik arbeitete. Trotz Zeitdruck (das Portraitshooting dauerte vielleicht gerade mal 5 Minuten) konnte ich mir schon auf der Rückfahrt sicher sein, dass er mir eindeutig Cover-taugliche Fotos ermöglicht hatte. So mag ich das! Leider, leider hat dann aber auch ein Printmagazin nur begrenzt viele Seiten, so dass wie so oft nicht alle Bilder gedruckt werden konnten – darum kriegt ihr hier einen Einblick in das aktuelle Heft und unveröffentlichtes Material. Morgen geht es dann weiter mit dem Shooting von Matthew und Nathan Johnson.

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Shortlink: Schafe.

25. April 2010

Wow. Dieses Foto geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Wahnsinn.

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2470media

19. April 2010

Spread the word!

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Ian Fisher: American Soldier

14. April 2010

Wow. In Zeiten von Budgetkürzungen und zurecht jammernden Reportagefotografen hat der Fotograf Craig F. Walker den jungen US-Amerikaner Ian Fisher, fast noch ein Kind, auf seinem 27 Monate dauernden Weg zur Army, in den Irak, und wieder zurück begleitet. Herausgekommen ist eine wahnsinnig spannende Reportage. Das ganze gibt es hier in stark gekürzter Blog-Form oder hier als Multimedia-Feature, u.a. mit Videos und noch mehr großartigen Fotos.

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Nadav Kander Fanpost der zigste

29. März 2010

Nadav Kander hat ein neues Video hochgeladen. Das erinnert mich aber an etwas eigentlich viel wichtigeres, nämlich daran, hier endlich dazu aufzurufen, in den nächsten Tagen zahlreich die Berliner Galerie camera work zu stürmen, in der noch bis 30. April eine Ausstellung seiner aktuellen Werke läuft. Ein Pflichttermin, wie ich finde!

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Interview: Danny Zapalac

9. März 2010

Klick, klick, klick, lesen! Ein saugutes Interview mit Danny Zapalac:

JS: Yeah, I had an assistant once tell me that it doesn’t matter what you shoot, it’s more about shooting what you want, when you want, and it’s mostly about getting that work in front of the right people. Basically that it’s better to stay true to yourself in the long run as opposed to doing what’s current right now but becoming irrelevant over time.

DZ: Yeah, the jobs don’t make you, you make yourself. Just because you shoot a job at a hip ad agency for a Fortune 500 company, that doesn’t make you who you are. Fortunately it does give you notoriety, but unfortunately it can also make you rise real quick and fall real quick; for me it’s all about being gradual and not being in a hurry, I panicked a little in 09’, but I stopped all that. Now it’s all about being patient.

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